Drama um Heinz Hoenig: Kann mir das auch passieren?

Keine Krankenversicherung
Drama um Heinz Hoenig: Kann mir das auch passieren?

Der beliebte Schauspieler kämpft aktuell um sein Leben. Was viele Menschen verstört hat: Er hat keine Krankenversicherung und muss alle Kosten selbst bezahlen. Wir erklären, wem diese Gefahr drohen könnte.

Heinz Hoenig entscheidet sich für das Leben.

In dieser Kombination stellen Ärzte nur selten Diagnosen: Heinz Hoenig hat ein Loch in der Speiseröhre und benötigt einen Ersatz für seine Aorta, also die Hauptschlagader. Grund dafür ist eine bakterielle Entzündung, die bereits den Austausch eines Stents notwendig gemacht hat.
Alle Operationen für sich genommen bergen ein enormes Risiko, bei dem erfolgreichen Schauspieler kommen sie nun zusammen. Auch wenn die Speiseröhren-OP bereits erfolgreich verlief und der Darsteller bei Bewusstsein ist, sind die Sorgen von Familie und Fans natürlich groß.
Hoenig selbst hat sich für den Kampf entschieden. Um diesen Wunsch zu äußern, wurde er aus dem künstlichen Koma erweckt. Ob ihm dabei die finanzielle Tragweite des Entschlusses bewusst war, ist unwahrscheinlich. Dabei kostete bereits die erste Operation mehr als 80.000 Euro.

Wieso war Heinz Hoenig nicht krankenversichert?

Die schockierende Nachricht für viele Fans: Heinz Hoenig ist nicht krankenversichert und muss die Kosten für die lebensrettenden Maßnahmen privat aufbringen. Schnell wurde klar, dass dies nicht möglich ist. Eine Spendenaktion, an der sich unter anderem Ralph Siegel und Til Schweiger beteiligten, sorgte für ein erstes Aufatmen. Das benötigte Geld konnte in wenigen Tagen gesammelt werden.

Doch wie kann es in Deutschland überhaupt so weit kommen?

Was viele nicht mehr wissen: Bis 2009 bestand keine Verpflichtung zum Abschluss einer Krankenversicherung. Wer also nicht unter die Regelungen für die gesetzliche Krankenversicherung fiel, konnte bis dahin selbst entscheiden, ob er das finanzielle Risiko selbst tragen möchte.
Zu dieser Personengruppe wird Heinz Hoenig als freischaffender Künstler vermutlich auch gehören. Eine Entscheidung, die in der Vergangenheit zwar einiges an Beiträgen gespart hat, sich nun jedoch beinahe bitter gerächt hätte.

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