Wenn Ende Jänner der Winter Hochsaison hat und die Alpen in klarem Weiß erstrahlen, richtet sich der Blick von Motorsport- und Designliebhabern gleichermaßen nach Zell am See.
Ein Wochenende, das den Winter in Zell am See prägt
Mit dem FAT Ice Race kehrte von 30. Januar bis 1. Februar 2026 ein Event zurück, das bewusst mit klassischen Motorsportformaten bricht und stattdessen ein Gesamterlebnis aus Rennen, Design, Geschichte und Atmosphäre schafft.
Schon der Auftakt am Freitagabend machte deutlich, dass das FAT Ice Race mehr sein will als ein reines Sportereignis. Die Warm-up-Party im Zentrum von Zell am See verwandelte den Stadtplatz in einen offenen Treffpunkt für Besucher, Teilnehmer und Neugierige. Musik, Licht und winterliche Kulisse sorgten für eine entspannte Einstimmung auf ein Wochenende, das Motorsport bewusst in ein urbanes und zugleich alpines Umfeld einbettete.
Die Eisstrecke als Bühne für Vielfalt und Präzision
Der eigentliche Schauplatz des Geschehens war am Samstag und Sonntag der Flugplatz Zell am See. Dort entstand auf einer eigens präparierten Eisstrecke ein temporäres Areal, das gleichermaßen Rennstrecke, Ausstellung und Festivalgelände war. Fahrzeuge verschiedener Epochen und Konzepte trafen aufeinander. Von klassischen Rennwagen über leistungsstarke Allradfahrzeuge bis hin zu modernen High-Performance-Modellen.
Charakteristisch für das FAT Ice Race ist die Mischung aus Ernsthaftigkeit und spielerischer Freiheit. Die Rennen sind sportlich anspruchsvoll, zugleich aber bewusst offen interpretiert. Besonders das Skijöring, bei dem Skifahrer von Fahrzeugen über das Eis gezogen werden, sorgte für spektakuläre Bilder und schlug eine Brücke zwischen traditionellem Wintersport und automobilen Disziplinen.
Begegnungen jenseits des Rennens
Abseits der Strecke entwickelte sich das Event zu einem Treffpunkt der internationalen Auto- und Designszene. Präsentationen außergewöhnlicher Fahrzeuge, Begegnungen mit Sammlern, Ingenieuren und Fahrern sowie spontane Gespräche zwischen Besuchern verliehen dem Wochenende eine fast familiäre Atmosphäre. Das FAT Ice Race setzt damit bewusst auf Nähe und Austausch fernab klassischer Messehallen oder abgeschlossener VIP-Zonen.
Tradition, Gegenwart und alpine Identität
Auch die Geschichte spielt eine zentrale Rolle. Das Event knüpft an jene Eisrennen an, die bereits in den 1950er-Jahren in der Region ausgetragen wurden, und übersetzt diese Tradition in ein zeitgemäßes Format. Dabei geht es weniger um Nostalgie als um Respekt vor der Entwicklung des Motorsports und um die Frage, wie sich automobile Kultur heute inszenieren lässt.
Mit Musik, Gastronomie und einem bewusst offenen Gelände wurde das FAT Ice Race 2026 zu einem Winterfestival, das Sport, Lifestyle und Design miteinander verband. Zell am See präsentierte sich dabei nicht nur als Wintersportdestination, sondern als Bühne für ein internationales Publikum, das abseits klassischer Rennserien nach neuen Formen der Begegnung sucht.
Gerade diese Mischung macht den Reiz des FAT Ice Race aus: Es ist laut und leise zugleich, schnell und entschleunigt, technisch anspruchsvoll und spielerisch. Ein Wochenende, das zeigt, dass Motorsport im Winter nicht nur Wettbewerb sein kann, sondern auch Kultur, Erlebnis und gemeinsamer Moment. All das eingebettet in eine alpine Landschaft, die dem Event seine unverwechselbare Identität verleiht.













